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Rückblick

26.03.2020 18:30 Uhr
Der Vortrag "Junge Denkmale in Lübeck von der Nachkriegszeit bis heute" findet nicht statt!
Vortrag
Dr. Irmgard Hunecke und Dipl.-Ing. Christoph Wojtkiewicz, Abt. Denkmalpflege der Hansestadt Lübeck
Vortragssaal Mühlendamm 1-3 Parterre

Der Vortrag findet nicht statt!

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26.03.2020 17:00 Uhr
Die Jahresmitgliederversammlung findet nicht statt!
Mitgliederversammlung
Vortragssaal Mühlendamm 1-3 Parterre

Die Jahresmitgliederversammlung am 26. März 2020 findet nicht statt!

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12.03.2020 18:00 Uhr
"Bester Schutz gegen die Sozialdemokratie"? - Gemeinnütziger Wohnungsbau in Lübeck 1861-1918
Buchvorstellung
Dr. Meike Kruse, Lübeck
Archiv der Hansestadt Lübeck, Mühlendamm 1-3, Lesesaal IV. Stock (Fahrstuhl)

Wohnungsnot und Mietwucher sind keine neuen Phänomene: Erstmals Mitte des 19. Jahrhunderts wurden sie als eine der negativen Folgen der Industrialisierung in Westeuropa kontrovers diskutiert. Der gemeinnützige Wohnungsbau entwickelte sich auch in Lübeck zu einer praktikablen Lösung:

Zwischen 1861 und 1918 gründeten wohlhabende Lübecker Bürger vier gemeinnützige Unternehmen mit dem Ziel, für Arbeiter günstige und gut ausgestattete Eigenheime und Mietwohnungen zu errichten. Denn diese galten als „bester Schutz gegen die Sozialdemokratie“, als Instrument zur Integration der sich zunehmend politisierenden „Proletarier“ in die „bürgerliche Gesellschaft“.

Das vorzustellende Buch informiert über die sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Zusammenhänge und die architekturhistorischen Aspekte der ersten Phase des gemeinnützigen Wohnungsbaus in Lübeck. Dessen Einflüsse auf die Stadtentwicklung und das heutige Stadtbild werden aufgezeigt.

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06.03.2020 19:00 Uhr
Klosterbuch Schleswig-Holstein und Hamburg. Klöster, Stifte und Konvente von den Anfängen bis zur Reformation
Buchvorstellung
Prof. Dr. Oliver Auge, Dr. Katja Hillebrand, Dr. Albrecht Weiland
Domgemeindehaus, Mühlendamm 2-6, 23552 Lübeck

Nach zehnjähriger Forschungszeit ist im Oktober 2019 das

Klosterbuch Schleswig-Holstein und Hamburg.
Klöster, Stifte und Konvente von den Anfängen bis zur Reformation


als zweibändiges Buch erschienen.

Auf insgesamt 1.600 Seiten mit über 1.088 zumeist farbigen Abbildungen und neustem Kartenmaterial sind die aktuellen Forschungsergebnisse zu den monastischen Institutionen unseres Bundeslandes zusammengetragen.
Die Lübecker Niederlassungen sind auf 390 Seiten mit neusten Fotografien, Grundrissen und Kartenmaterial behandelt.

Es wird Herr Dr. Albrecht Weiland vom Verlag Schnell und Steiner ein Grußwort halten. Herr Prof. Dr. Oliver Auge und Frau Dr. Katja Hillebrand werden als Herausgeber Einblicke in das Entstehen des Buches geben und neuste Erkenntnisse zu den Lübecker Niederlassungen vorstellen. Ein kleiner Umtrunk wird die Veranstaltung beenden.


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05.03.2020 18:00 Uhr
Carl Mühlenpfordts (1878-1944) Neue Zeitkunst - Reformarchitektur und Hochschullehre im frühen 20. Jh.
Vortrag
Prof. i.V. Dr. Olaf Gisbertz, FH Dortmund (Geschichte und Theorie von Architektur und Stadt)
Vortragssaal Mühlendamm 1-3 Parterre

Carl Mühlenpfordt (1878-1944) hatte bereits seine Spuren in Lübeck hinterlassen, bevor er 1914 an das Braunschweiger Polytechnikum berufen wurde. Er reformierte die Architekturfakultät  zu einer bekannten Ausbildungsstätte, die später durch das Netzwerk seiner Schüler als „Braunschweiger Schule“ für Furore sorgte.

Heute ist der Architekt und Hochschullehrer, der mit Verve – abseits vom programmatischen Bauhaus , aber getragen von Kontinuitätsglauben und Reformwillen – eine „Neue Zeitkunst“ für Kaiserzeit und Weimarer Republik einforderte, weitgehend unbekannt.

Der Vortrag von Olaf Gisbertz versucht eine vielschichtige Kontextualisierung zur Einordnung von Leben und Werk des Architekten. Dabei werden Aspekte der Reformarchitektur und Lebensreform genauso wie Fragen zur Stimmungslage der Reformarchitekten im frühen 20. Jahrhunderts erörtert. Der Blick auf Mühlenpfordt verweist schließlich auf die Aktualität seiner Suche nach Identität der gebauten Umwelt in gegenwärtigen Debatten um die Stadt und Architektur der Zukunft.

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27.02.2020 18:00 Uhr
Buchvorstellung und Vortrag von Frau Jäschke M.A. fallen leider aus!
Buchvorstellung
Frau Julia Jäschke M.A., Lübeck
Vortragssaal Mühlendamm 1-3, Parterre

Buchvorstellung und Vortrag von Frau Jäschke M.A. fallen leider aus!

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06.02.2020 18:00 Uhr
Neues Bauen in Lübeck vor 1914
Vortrag
Prof. Dr.-Ing. Joachim P. Heisel, Lübeck
Museum Behnhaus/Drägerhaus, Königstraße 9-11

Im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts mehrten sich die kritischen Stimmen zu den baulichen Entwicklungen der Gründerzeit. Auch in Lübeck beginnt die Suche nach neuen, aus der lokalen Tradition erwachsenen architektonischen und städtebaulichen Lösungen.
Der Vortrag von Herrn Prof. Heisel wird uns anhand von Beispielen die Konzepte und realen Umsetzungen dieser Reformarchitektur näher bringen.

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Behnhaus/Drägerhaus.


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23.01.2020 18:00 Uhr
"Wenn Wind und Wetter dienen" - Winter- und Eisseefahrt auf der Ostsee
Vortrag
Dr. Sylvina Zander, Bad Oldesloe
Europäisches Hansemuseum, An der Untertrave 1, 23552 Lübeck, Saal "La Rochelle"

Wenn sich im Winter Eis auf den Flüssen und dem Meer bildete, bedeutete dies Stillstand, der sich über Monate hinziehen konnte. In den Jahren zwischen 1763 und 1860 gab es eine Kaltphase mit erhöhter Eiswinterstrenge, in der die Ostsee nicht nur an den küstennahen Bereichen gefror, sondern die Eisdecke sich weit darüber hinaus erstreckte. Dies hatte auch erhebliche Folgen für die Schifffahrt.
Während im Mittelalter noch die Regel herrschte, die Seefahrt zwischen dem 11. November und dem 22. Februar ruhen zu lassen, galt dies für das 18. und 19. Jh. nicht mehr.
Im Mittelpunkt stehen Lübecker Schiffe und ihre Schicksale in den kalten Wintern des sogenannten Daltonminimums.


Eine Kooperationsveranstaltung von VLGA, Hansemuseum, Schiffergesellschaft zu Lübeck, Nautischer Verein Lübeck e.V. und Verein der Kapitäne und Schiffsoffiziere zu Lübeck e.V.

Eintritt frei, Anmeldung erwünscht unter invitation@hansemuseum.eu oder 0451 80 90 99 0


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12.12.2019 18:00 Uhr
Reise ins Vergessen. Jacopo Tintorettos Auferweckung des Lazarus (1576) in der Katharinenkirche
Vortrag
Anna Lena Frank M.A., Hamburg/München
Museumsquartier St. Annen, Remter, St. Annen-Straße 15

Zur Katharinenkirche gehört seit nunmehr 441 Jahren ein Werk des italienischen Künstlers Jacopo Tintoretto, umgeben von einem mächtigen Rahmen. Als herausragendes internationales Kunstwerk nimmt es fern der venezianischen Heimat des Künstlers in der Kunst- und Handelsmetropole Lübeck eine ähnliche Stellung ein wie das etwa 100 Jahre zuvor (1491) entstandene Passionsretabel von Hans Memling. Es beweist einmal mehr die international weitgefächerte Verknüpfung der Hansestadt und ihrer Bürger und gibt dabei so manches Rätsel auf.

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28.11.2019 18:00 Uhr
"Hier in Lübeck ist schön..." - Edvard Munch und Deutschland
Vortrag
Doktorand Steven Reiss, Göttingen
Museum Behnhaus-Drägerhaus, Königstraße 9-11

Wohl fast jeder kennt das Gemälde „Der Schrei“ des norwegischen Malers und Grafikers Edvard Munch (1863 - 1944). Munch gilt als Bahnbrecher für die expressionistische Richtung in der Malerei der Moderne.
Während der Ausstellung in Berlin Unter den Linden (1893) präsentierte Munch das erste Mal eine Reihe seiner Gemälde als eine narrative Folge unter dem Namen „Studie zu einer Serie: Die Liebe“. Dort zeigte er auch mehrere Zeichnungen, die als zusammengehörig mit „Ein Menschenleben“ betitelt waren und einen Teil der Kindheits-, Liebes- und Angstmotive darstellten. Sie können als frühes Bindeglied zwischen seinen literarischen Aufzeichnungen und Gemälden gelten.
In der Zeit nach 1902, dem Beginn von Munchs zweitem, großen Deutschlandaufenthalt und dem erstmaligen Ausstellen einer Serie als „Lebensfries“ in der Berliner Secession, ergibt sich ein Bruch in Munchs Arbeitsweise. Dieser Bruch lässt sich durch sein Umfeld und die Beziehung zu seinen großen Förderern erklären, zu denen auch der Lübecker Augenarzt Maximilian Linde zu rechnen ist.
Die große Bedeutung Deutschlands für Edvard Munch liegt nicht nur in der finanziellen Unterstützung seiner Mäzene und guten Freunde. Es sind auch nicht nur die Aufträge und Einblicke in den Kunsthandel, die Munch durch deren Vermittlung erhielt. Vielmehr sind es die seelisch-moralische Förderung und die Hilfe bei der Entwicklung kunsttheoretischer Ideen während Munchs Aufenthalten in Deutschland. Vor allem an Lübeck erinnerte er sich nach eigenen Aussagen immer wieder mit Wehmut zurück. Die Jahre, die der Künstler dort ab 1902 verbrachte, regten ihn an, seinen zunächst als abgeschlossen gedachten „Lebensfries“ und somit nahezu sein gesamtes Schaffen neu auf- und umzuarbeiten.
Eine Kooperationsveranstaltung des Museums Behnhaus Drägerhaus, des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde und des Archivs der Hansestadt Lübeck.


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14.11.2019 18:00 Uhr
Kopf ab oder Geld! Totschlag, Strafe und Sühne im spätmittelalterlichen Lübeck
Vortrag
Dr. Kilian Baur M.A., München
Archiv der Hansestadt Lübeck, Mühlendamm 1-3, Lesesaal (IV. Stock)

Hängen, Köpfen, Rädern – das Gruselkabinett körperlicher Strafen ist in populären Vorstellungen vom „finstren“ Mittelalter fest verankert. Der Vortrag widmet sich einer weniger bekannten Alternative, die sich im Fall von Totschlagsdelikten bot: der Sühne. Durch diese wurde mittels Geldzahlungen und anderer Leistungen ein Ausgleich zwischen Opfer- und Täterseite hergestellt.

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07.11.2019 18:00 Uhr
Archäologie in Lübeck im Jahr 2018: Funde und Auswertung
Vortrag
Dr. Dirk Rieger, Lübeck
Archiv der Hansestadt Lübeck, Mühlendamm 1-3, Vortragssaal (Parterre)

Der Referent, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bereichs Archäologie der Hansestadt Lübeck, berichtet über Funde und Auswertung derselben im vergangenen Jahr.

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28.10.2019 15:00 Uhr
"Warum der Kohlmarkt 'Kohlmarkt' heißt": die überarbeitete Neuauflage des vergriffenen Straßennamenlexikons
Buchvorstellung
Frau Senatorin Kathrin Weiher, Dr. Michael Platzköster, Archivdirektor Dr. Jan Lokers
Archiv der Hansestadt Lübeck, Mühlendamm 1-3, Vortragssaal (Parterre)

Das beliebte Straßennamenlexikon ist seit längerem vergriffen und im Buchhandel nicht mehr erhältlich. Nun wurde es von Karl-Ernst Sinner in Zusammenarbeit mit dem Archiv der Hansestadt Lübeck überarbeitet und ergänzt.


• Grußwort: Frau Senatorin Weiher
• Grußwort des Verlags: Dr. Michael Platzköster, Verlagsleitung Schmidt-Römhild
• Einführung in das Thema und das Buch: Dr. Jan Lokers

Das Lexikon kann nach der Veranstaltung zum Vorbestellpreis von € 19,80 erworben werden (regulär danach 23,80 €). Denken Sie daran: Bald ist Weihnachten!


Eine Veranstaltung des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde in Kooperation mit dem Archiv der Hansestadt Lübeck



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24.10.2019 18:00 Uhr
"Nicht über die Orte hinweggehen". Die Rolle der Gestapozentralen in Hamburg und Lübeck für das heutige Erinnern an die Verbrechen des NS-Regimes
Vortrag
Dr. Wolfgang Kopitzsch, Hamburg
Willy-Brandt-Haus, Königstraße 21

Der Historiker Wolfgang Kopitzsch unterrichtete von 1979 bis 2009 an der Hamburger Polizeischule zuletzt als Leiter der Landespolizeischule. Von 2009-2012 war er Bezirksamtsleiter in Hamburg-Nord und bis zum Erreichen der Altersgrenze 2014 Polizeipräsident der Freien und Hansestadt Hamburg. Seine Recherchen zur NS-Geschichte der Polizei in Norddeutschland waren in verschiedenen Ausstellungen zu sehen. In Lübeck wurde 2002 seine Ausstellung zur Geschichte des Polizeibataillons 307 und den Einsatz dieser Lübecker Einheit während des Zweiten Weltkriegs gezeigt.

Wolfgang Kopitzsch wird in seinem Vortrag sowohl die Rolle der Gestapozentralen in Hamburg und Lübeck darstellen als auch über die aktuelle Auseinandersetzung über den Verkauf und die neue Nutzung des Stadthauses in Hamburg berichten. Hier ist geplant, bei über 90 000 qm Fläche insgesamt für die Erinnerung an eine der größten Terror- und Unterdrückungszentralen im Deutschen Reich, die auch für den gesamten Wehrkreis X (Schleswig-Holstein mit Lübeck, Hamburg, Nord-Hannover, große Teile des Gaus Weser-Ems und Bremen) zuständig war, ca. 50 qm an Ausstellungsfläche in einer Buchhandlung mit Cafe vorzusehen. Gewisse Parallelen zum Zeughaus in Lübeck lassen sich durchaus ziehen.

In Kooperation mit dem Willy-Brandt-Haus Lübeck und der Initiative „Zeit des Erinnerns“ .


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17.10.2019 18:00 Uhr
Das Hochofenwerk Herrenwyk - ist Arbeit archivierbar?
Vortrag
Doktorand Timm Behnecke, Darmstadt
Archiv der Hansestadt Lübeck, Mühlendamm 1-3, Lesesaal (IV. Stock)

Das Hochofenwerk Herrenwyk steht für 80 Jahre Lübecker Industriegeschichte. Durch das Projekt wurde der vormals ländlich geprägte Raum Lübeck-Kücknitz zu einer Industrielandschaft umgeformt. Dieser Strukturwandel prägte das alltägliche Leben, das Wohnen und die Arbeit von mehreren Generationen an Arbeitern und ihren Familien. Für sie war die Arbeit nicht nur notwendig, um ihren Lebensunterhalt zu erwirtschaften, sie wurde auch konstitutives Element ihres Selbstverständnisses.

Versuchen wir aus heutiger Perspektive Bedeutung und Wesen der industriellen Arbeit zu rekonstruieren, sind diese Identifikationsprozesse genauso entscheidend wie die bereits geschichtswissenschaftlich aufgearbeitete Unternehmensgeschichte. Doch was erzählen uns die zur Verfügung stehenden Quellen überhaupt? Lässt sich der flüchtige und prozesshafte Charakter der Arbeit aus Jahresabschlüssen, Krankmeldungen und Akten von Rechtsstreitigkeiten herauslesen? Der Vortrag beschäftigt sich mit Archivalien des Industriemuseums Geschichtswerkstatt Herrenwyk und geht der Frage nach, ob Arbeit überhaupt archivierbar ist.


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26.09.2019 18:00 Uhr
Zwischen den Fronten: Die Lübecker Polizei und die politischen Auseinandersetzungen in der Weimarer Republik
Vortrag
Doktorand Eike Loeper, Lübeck
Archiv der Hansestadt Lübeck, Mühlendamm 1-3, Lesesaal (IV. Stock)

Auf Grundlage der Sitzungsprotokolle des Beirats beim Polizeiamt werden in dem Vortrag die wichtigsten Themen, welche die Lübecker Polizei während der Weimarer Zeit beschäftigten, vorgestellt. Unter dem Vorsitz des Polizeiherrn Fritz Mehrlein wurden in den Versammlungen „allgemeine Fragen der Polizeiverwaltung von grundsätzlicher Bedeutung“ diskutiert. Dazu zählten etwa die Bekämpfung von Unruhen, der Aufbau der Sicherheitspolizei, der Umzug ins Zeughaus und der Umgang mit den politischen Parteien.

Der Referent ist Stipendiat des Zentrums für Kulturwissenschaftliche Forschung (ZKFL) Lübeck.

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23.09.2019 18:00 Uhr
Transport in den Tod. Aus Lübecker Heilanstalten über Hamburg-Langenhorn in die Tötungsanstalt Brandenburg
Vortrag
Ingo Wille, Hamburg
Archiv der Hansestadt Lübeck, Mühlendamm 1-3, Lesesaal (IV. Stock)

Von nationalsozialistischen Ärzten als psychisch krank oder geistig behindert diagnostiziert, hatten jüdische Menschen keinerlei Chance zu überleben. Etliche Lübeckerinnen und Lübecker wurden aus der Heilanstalt Strecknitz und Heim Vorwerk in die „Heil- und Pflegeanstalt“ Hamburg-Langenhorn gebracht und von dort am 23. September 1940 in die Tötungsanstalt Brandenburg abtransportiert und unmittelbar nach der Ankunft in einer Gaskammer ermordet.

Der Hamburger Ingo Wille schildert in seinem Vortrag Hintergründe und Ablauf dieser T-4-Mordaktion und berichtet von seinen Recherchen, durch die er Ende 2017 die Biografien von allen 136 aus Hamburg-Langenhorn abtransportierten Menschen veröffentlichen konnte. Ausführlicher eingehen wird der Referent auf die Lebensläufe von Franziska Sussmann aus der St. Annen-Straße, von Betty Berges und einigen anderen Menschen aus Lübeck.


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19.09.2019 18:00 Uhr
Ein Mord in der Marienkirche und andere Sensationen
Vortrag
Prof. Dr. Antjekathrin Graßmann, Lübeck
Verlag Schmidt-Römhild, Mengstraße 16, Souterrain (Eingang: Fünfhausen)

Zeitungen gab es noch nicht, aber dennoch sind aufregende Sensationsmeldungen überliefert worden. Am Donnerstag vor Pfingsten 1367 wurde ein Ratsherr in der Marienkirche erstochen, - aus Privatrache? 1841 entdeckte man im St. Johannis-Jungfrauen-Kloster drei vor Jahrhunderten eingemauerte Handskelette, die zwei Männern und einer Frau gehörten.  Was war der Anlass gewesen? Im Vortrag wird versucht werden, diese und evtl. andere Geheimnisse zu lüften.

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05.09.2019 18:00 Uhr
Bürgermeister Brun Warendorp (gest. 1369). Sein Nachleben im Andenken der Lübecker
Vortrag
Prof. Dr. Gerhard Ahrens, Lübeck
Archiv der Hansestadt Lübeck, Mühlendamm 1-3, Vortragssaal (Parterre)

Vor 650 Jahren, auf dem Höhepunkt hansischer Seegeltung, starb Brun Warendorp. Sein prominentes Grab in der Marienkirche wurde 1942 zerstört, der Grabstein von 1369 ist erhalten geblieben. Warendorps Nachleben war bis ins 19. Jahrhundert sehr lebhaft. Heute ist er nahezu unbekannt, doch in der Lübecker Altstadt gibt es noch einige Erinnerungen an ihn.
Warendorp entstammte einer Familie, von der mehrfach Mitglieder dem Rat der Stadt angehörten. Als Befehlshaber lübeckisch-hansischer Streitmachten machte er sich einen Namen, der seine Zeit weit überdauerte. Warendorp sowie sein Vater waren Eigentümer und Bewohner des „Buddenbrookhauses“.


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15.08.2019 17:30 Uhr
Ausstellungseröffnung und Kurzführung zu einem "Archivschatz": Archivdokumente zur Hansegeschichte im Register "Weltdokumenterbe" der UNESCO (Memory of the World)
Führung
Dr. Dominik Kuhn, Tim Hohmann
Archiv der Hansestadt Lübeck, Mühlendamm 1-3, Lesesaal (IV. Stock)

Mit ihrem Programm „Memory of the World“ (Weltdokumentenerbe) möchte die UNESCO den Erhalt und den Zugang zu einzigartigen Dokumenten der Menschheitsgeschichte fördern und das Bewusstsein für diese Kulturschätze stärken. Das Archiv der Hansestadt Lübeck (AHL) hat sich mit einigen Einrichtungen quer durch Europa zusammengeschlossen, um herausragende Überlieferung zur Hanse in das UNESCO-Register eintragen zu lassen. Eine erste Hürde ist bereits genommen: die deutsche UNESCO-Kommission hat die Einreichung der Bewerbung in das weltweite Verfahren beschlossen. Eine Posterausstellung im AHL (bis 15. November 2019) präsentiert den Antrag mit den enthaltenen 17 Dokumenten. Bei der Eröffnung führt Dominik Kuhn durch die Ausstellung und zeigt und erläutert außerdem eines der sechs nominierten Lübecker Originaldokumente.

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11.07.2019 18:00 Uhr
Der Markt in Lübeck: Überlegungen zum zentralen Platz in der mittelalterlichen Stadt
Vortrag
Lisa Renn, Stipendiatin des Zentrums für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck
Archiv der Hansestadt Lübeck, Mühlendamm 1-3, Vortragssaal (Parterre)

Der Lübecker Markt ist ein Ort, der aus dem heutigen Stadtbild nicht wegzudenken ist. Eine derartige Freifläche bildet oft das architektonische Zentrum der Stadt und ist zugleich der gesellschaftliche, wirtschaftliche, religiöse und politische Mittelpunkt.

Doch es ist auffällig, dass Plätze im Mittelalter nicht so selbstverständlich und typisch für eine Stadt waren, wie man aus heutiger Sicht annehmen sollte. Denn bei genauerer Betrachtung der europäischen Stadtgründungen des 12. und 13. Jahrhunderts fällt auf, dass der Platz in einer ganzen Reihe von Städten fehlt.

Anhand einer vergleichenden Analyse sollen die unterschiedlichen Entwicklungen in der Platzentstehung und Platzgestaltung erfasst werden. Im Fokus steht dabei der Markt in Lübeck. Die Referentin stellt ihr Projekt sowie erste Ergebnisse vor.
Eine Veranstaltung des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde in Kooperation mit dem Archiv der Hansestadt Lübeck.

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