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Programm

17.01.2019 18:00 Uhr
Natureisgewinnung im Raum Lübeck im 19. und 20. Jahrhundert
Vortrag
Dr. Hartmut Bickelmann, Lübeck
Vortragssaal Mühlendamm 1-3 Parterre

Bevor im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts Kältemaschinen erfunden wurden, beruhten Konservierung von Lebensmitteln und Kühlung von Getränken auf der Verwendung von Natureis. Anhand von illustrativen Beispielen aus dem Raum Lübeck gewährt der Vortrag nicht nur Einblick in Gewinnung, Lagerung und Handel von Natureis, sondern er geht auch dem sich innerhalb weniger Jahrzehnte vollziehenden technisch-kulturellen Wandlungsprozess hin zur industriellen Kunsteiserzeugung und maschinellen Kühlkonservierung nach, der unser Alltagsleben in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nachhaltig verändert hat.

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24.01.2019 18:00 Uhr
Butter bei die Fische - Ein Blick in die Vorratskammern und Küche des Heiligen-Geist-Hospitals zu Lübeck in der 2. Hälfte des 16. Jh.s
Vortrag
Jette Fischer, Kiel
Vortragssaal Mühlendamm 1-3 Parterre

Das Heiligen-Geist-Hospital kann auf eine über 750jährige Geschichte zurückschauen, einen Ausschnitt davon, nämlich den Haushalt und Alltag im 16. Jahrhundert, behandelt die Referentin in ihrem Promotionsvorhaben „Ökonomie und Alltag im Heiligen-Geist-Hospital zu Lübeck im 16. Jahrhundert“. Einen großen Teilaspekt stellen dabei die Ausgaben für die Küche sowie „Gemeines“ dar, auf welche im Rahmen des Vortrags eingegangen werden soll. Wann wurde was, wo, von wem und für wen eingekauft, werden dabei die zentralen Fragen sein.

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21.02.2019 18:00 Uhr
Die Mittelaltersammlung im St. Annen-Museum: Anfänge und Entwicklung unter den Museumsdirektoren Schäfer bis Schröder
Vortrag
Prof. Dr. Thorsten Albrecht, Hannover
St. Annen-Museum, Foyer der Kunsthalle, St. Annen-Straße 15
Mit der Eröffnung des St. Annen-Museums 1915 wurde erstmalig nach wissenschaftlichen Aspekten die mittelalterliche Sammlung präsentiert. Seit dieser Zeit gilt das St. Annen-Museum mit seiner Mittelaltersammlung als eine der bedeutendsten in Deutschland. Museumsdirektor Karl Schäfer (1879-1942) legte das Grundkonzept fest, das in den folgenden Jahrzehnten von seinen Nachfolgern teilweise geändert wurde. Neben der wissenschaftlichen Erforschung der Museumsobjekte und deren kunsthistorische Einordnung in einen größeren Zusammenhang war die Präsentation im Museum einer der wichtigsten Aufgaben der Museumsmitarbeiter. Wie sich beide Aspekte (Forschung und Präsentation) entwickelt haben, steht im Mittelpunkt des Vortrags.


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07.03.2019 18:00 Uhr
Deutschlands gelehrter Gerichtshof: Das Oberappellationsgericht Lübeck 1820-1879
Vortrag
Prof. Dr. Peter Oestmann, Münster
Vortragssaal Mühlendamm 1-3 Parterre

Das bedeutendste deutsche Gericht des 19. Jahrhunderts vor der Reichsgründung saß in Lübeck. Die vier freien Städte Frankfurt, Hamburg, Bremen und Lübeck unterhielten hier seit 1820 ihr gemeinsames Oberappellationsgericht. Das hohe Ansehen der Richterpersönlichkeiten mit dem berühmten Präsidenten Arnold Heise an der Spitze, die prinzipienorientierte Rechtsprechung, ein vergleichsweise moderner Urteilsstil und anderes machten Lübeck der Sache nach zu einer der Hauptstädte des deutschen Rechts. Der Vortrag schildert die äußere Geschichte des Gerichts und wirft vor allem Schlaglichter auf die Arbeitsweise der Anwälte und Richter.

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21.03.2019 17:30 Uhr
Jahresmitgliederversammlung
Mitgliederversammlung
Vortragssaal Mühlendamm 1-3 Parterre

Die Mitgliederversammlung erfolgt auf schriftliche Einladung.

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21.03.2019 19:00 Uhr
Lübecks ungeliebte Ehrenbürger
Vortrag
Prof. Dr. Gerhard Ahrens, Lübeck
Vortragssaal Mühlendamm 1-3 Parterre

Zwischen 1835 und 1987 hat die Hansestadt Lübeck 25 Ehrenbürger ernannt. Schon beim ersten, dem Londoner Stalhofmeister, gab es Irritationen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden vier NS-Ehrungen annulliert. Thomas Mann konnte 1955 erst ausgezeichnet werden, nachdem die zahlreichen Opponenten in der Bürgerschaft freiwillig auf ihr Stimmrecht verzichtet hatten. Mit Blick auf diese Vergangenheit stellt sich durchaus die Frage, ob die höchste kommunale Ehrung heute noch als zeitgemäß empfunden wird.

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04.04.2019 18:00 Uhr
Wahrhaftigkeit im Blick: Carl Julius Mildes Porträtzeichnungen "Geisteskranker"
Vortrag
Julia Diekmann M.A., Kunsthistorikerin
Museum Behnhaus Drägerhaus, Königstraße 9-11

In Lübeck ist Carl Julius Milde (1803 – 1875) vor allem durch seine denkmalpflegerische Tätigkeit bekannt. Wenigen hat sich bisher sein facettenreiches künstlerisches aber auch wissenschaftliches Schaffen erschlossen. Eine herausragende Stellung nimmt darin die zwischen 1829 und 1834 in der „Irrenabteilung“ des Hamburger Krankenhauses St. Georg entstandene Serie von 60 Porträtzeichnungen der dortigen „Insassen“ ein. Die Bildnisse sind nicht allein Beleg für Mildes Einfühlungsvermögen als Porträtist und seine ausgezeichnete Zeichentechnik. Diese Porträtzeichnungen sind Dokumente der Verwissenschaftlichung der Psychiatrie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts sowie der engen Verbindung von Kunst und Medizin in dieser Zeit.

Eintritt frei für Mitglieder des VLGA!

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11.04.2019 18:00 Uhr
"Augenscheine". Karten und Pläne vor dem Reichskammergericht (1495-1806)
Vortrag
Prof. Dr. Anette Baumann, Gießen
Vortragssaal Mühlendamm 1-3 Parterre

Am Reichskammergericht, dem höchsten Zivilgericht des Alten Reiches, wurden seit dem 16. Jahrhundert Karten und Pläne von den Prozessparteien als Beweismittel vorgelegt („Augenscheine“). Im Vortrag soll diese besondere Quellengattung anhand von Beispielen aus Süddeutschland und Lübeck vorgestellt und ihre genaue Funktion erläutert werden.

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07.05.2019 18:00 Uhr
Vom Scheitern einer Stiftung. Die Wirren um den Nachlass der Kaufleute Paul Mulich († 1522) und Matthias Mulich († 1528) in Lübeck und Nürnberg
Vortrag
Dr. Sven Rabeler, Kiel
Vortragssaal Mühlendamm 1-3 Parterre

Seit dem 15. Jahrhundert gehörten die Mulich zu jenen Nürnberger Familien, die enge geschäftliche Beziehungen nach Lübeck unterhielten. Matthias Mulich erwarb 1514 das Bürgerrecht der Travestadt, während sein Bruder Paul Nürnberger Bürger blieb. Als Paul Mulich im August 1520 sein Testament aufsetzte, bestimmte er darin die beträchtliche Summe von 3000 Mark für die Stiftung eines „Zwölfbrüderhauses“ in Lübeck. Diese Klausel, die in der vorgesehenen Form nie umgesetzt wurde, sollte Erben, Nachlasspfleger und nicht zuletzt die Räte der Städte Lübeck und Nürnberg über mehr als ein Jahrzehnt hin in Atem halten. Die Wendungen, welche die Angelegenheit auch unter dem Einfluss Matthias Mulichs nahm, lassen die unterschiedlichen Interessen und Vorstellungen der Beteiligten hervortreten. Zugleich werden darin Möglichkeiten und Gefährdungen im Umgang mit karitativen Stiftungen im frühen 16. Jahrhundert erkennbar.

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23.05.2019 18:00 Uhr
Streitsache Straßennamen: Zum schwierigen Verhältnis von Ehrungen und Erinnerungen
Vortrag
Prof. Dr. Malte Thießen, Münster
Vortragssaal Mühlendamm 1-3 Parterre

Straßennamen sind ein Problem: Seit Jahren brechen in deutschen Städten immer wieder Debatten um die Benennung von Straßen, Plätzen und Gebäuden auf. Wie lässt sich die Heftigkeit dieser Debatten erklären? Was sind ihre Hintergründe? Und was können wir aus ihnen lernen? Malte Thießen nimmt in seinem Vortrag ausgewählte Debatten in den Blick, um den Voraussetzungen, Formen und Folgen von Straßenbenennungen nachzuspüren. Bei dieser Spurensuche geht es nicht nur um das Spannungsverhältnis zwischen Vergangenheit und Gegenwart, sondern ebenso um das zwischen Erinnerungen und Ehrungen.

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29.05.2019 18:00 Uhr
Hauptwerke der Chorausstattung des Lübecker Burgklosters
Vortrag
Dr. Jan Richter, Berlin
Kapitelsaal im Burgkloster, Europäisches Hansemuseum, An der Untertrave 1

Die Lübecker Burgkirche gehörte zu den prominentesten mittelalterlichen Sakralbauten der Hansestadt. Aus dem Abbruch wurde im 19. Jahrhundert eine Vielzahl von Altaraufsätzen gerettet, die heute den Grundstock des St. Annen-Museums bilden. Kaum bekannt hingegen sind die weit verstreuten Stücke der Chorausstattung, die eine mehr als abenteuerliche „Reise“ hinter sich haben. Ihre künstlerische Qualität wirft ein deutliches Licht auf die Bedeutung, die dem Umbau der Burgkirche um 1400 zukommt.

Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich (in der Geschäftsstelle des VLGA)

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06.06.2019 16:30 Uhr
Von Senatoren, Mördern und ganz normalen Menschen - Führung über den Burgtorfriedhof
Führung
Prof. Dr. Gerhard Ahrens, Lübeck
Treffpunkt: Eingang Eschenburgstraße 20, vor der Kapelle; Busstationen: "Burgtorfriedhof" (Travemünder Allee) und "Hanseresidenz" (Sandkoppel)

1832 wurde der „Allgemeine Gottesacker vor dem Burgthore“ in Betrieb genommen. Unsere Muttergesellschaft, die „Gemeinnützige“, war seit langem dafür eingetreten, dass Beerdigungen in und um die Kirchen untersagt würden. Unter allen neun lübeckischen Anlagen gilt er heute als „Prominentenfriedhof“; 13 der 17 Ehrengräber sind hier zu finden. Auf dem gut eine Stunde dauernden Spaziergang wollen wir auch einen Blick auf die eindrucksvollen Baumsolitäre werfen, von denen einige so alt sind wie unser Verein – 197 Jahre!

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13.06.2019 18:00 Uhr
Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser? Soziale Netzwerke in Lübecker Testamenten von 1450-1499
Vortrag
Ann-Mailin Behm, Lübeck
Vortragssaal Mühlendamm 1-3 Parterre

Im Lübecker Stadtarchiv gibt es fast 2.000 Testamente aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die genaue Analyse der darin genannten Lübecker und Lübeckerinnen legt Handels-, Verwandtschafts- oder Freundschaftsbeziehungen offen. Wem vertrauten die Testatoren ihre "fahrende Habe" an, wer übernahm die Ausführung ihres letzten Willens? Nicht nur die im Testament bedachten Personen, sondern insbesondere die Wahl der Testamentsvollstrecker geben Auskunft über die familiären, beruflichen und bruderschaftlichen Verbindungen Lübecker Testatoren.

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27.06.2019 18:00 Uhr
Die Chronik der kaiserlichen Stadt Lübeck des Reimar Kock, verfasst um 1550
Vortrag
Daniel Fleisch, Lübeck
Vortragssaal Mühlendamm 1-3 Parterre

Die zwischen ca. 1549 und 1567 durch den Pastor Reimar Kock verfasste Chronik der kaiserlichen Stadt Lübeck gilt als wichtige frühneuzeitliche Quelle zur Lübecker Stadtgeschichte. Bislang gibt es keine wissenschaftliche Edition dieses zentralen Werkes. Der Referent ist Doktorand am Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck. In seinem Vortrag erläutert er das Projekt und stellt erste Ergebnisse vor.

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06.07.2019 11:00 Uhr
Exkursion ins Lauenburgische
Exkursion
Prof. Dr. Manfred Gläser, Lübeck
Treffpunkt: Ansverus-Kreuz bei Ratzeburg (beim Jugendzeltplatz, 23911 Einhaus)

Exkursionsziele: 1. St. Georg bei Ratzeburg, älteste Kirche Lauenburgs, 2. Mittagessen in der Farchauer Mühle, 3. Gruppe von Kriegerdenkmalen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert in einem Forst bei Mölln, 4. Slawischer Ringwall "Oldenburg", 5. Kirche Büchen-Dorf (ehemalige Wallfahrtskirche, ungewöhnlich reiche Wand- und Deckenmalereien). Eventuell dann noch die Dücker-Schleuse aus dem 18. Jahrhundert am alten Delvenau-Stecknitz-Kanal, wenn bis dahin die Brücke repariert ist. 

Es wird Gelegenheit zum gemeinsamen Mittagessen in der Farchauer Mühle bei Ratzeburg geben!

Teilnahme bis zu 30 Personen, Anmeldung erforderlich (in der Geschäftsstelle des VLGA).

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