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Programm

01.12.2022 18:00 Uhr
"Natur"-Schutz in Lübeck und Norddeutschland - Eine Erfindung des 16. Jahrhunderts?
Vortrag
Prof. Dr. Arnd Reitemeier, Göttingen
Vortragssaal Mühlendamm 1-3, Parterre

Welche Vögel dürfen in Lübeck gefangen werden – und mit welchen Hilfsmitteln? Wer darf Fische angeln – und wer darf sie fangen? Darf ein Schwein im Hof gehalten werden – und wohin bringt man den Mist? Diese und viele weitere Fragen beschäftigten seit dem 16. Jahrhundert die weltlichen Obrigkeiten in Lübeck wie in den norddeutschen Territorien.

Der Vortrag fragt also nach der Bedeutung der Umweltgeschichte und ob bereits im 16. Jahrhundert der „Naturschutz“ erfunden wurde. Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung mit dem Museum für Natur und Umwelt.

Wir bitten um Anmeldung in der Geschäftsstelle des Vereins.

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08.12.2022 18:00 Uhr
Wracks und Unterwasserarchäologie in der Ostsee Vom Fund der „Mars“ und anderen Entdeckungen
Vortrag
Dr. rer. nat. Florian Huber, Kiel
Europäisches Hansemuseum, An der Untertrave 1, 23552 Lübeck, Beichthaus

Viele kennen das große Gemälde von der Seeschlacht von 1564 vor Gotland im Lübecker Rathaus. Es erzählt vom Untergang der „Mars“, des großen Admiralsschiffs der Schweden, das die Lübecker während dieses Gefechts versenkten. Es ist eines von vielen Wracks in der Ostsee.

In seinem Vortrag gibt der langjährige, international bekannte Forschungstaucher Florian Huber einen spannenden und anschaulichen Einblick in die Welt der Unterwasserarchäologie. Er zeigt, mit welchen modernen Methoden Fundstellen unter Wasser dokumentiert werden und legt seinen Schwerpunkt auf die gesunkenen Schiffe der schwedischen „Mars“ sowie der lübeckischen „Lange Barken“, die beide 1564 in der Ostsee gesunken sind.

Rund drei Millionen Schiffswracks von der Steinzeit bis zum Zweiten Weltkrieg liegen in unseren Weltmeeren. Hinzu kommen versunkene Städte und Siedlungen. Sie alle erzählen aufregende Geschichten der Vergangenheit. Seit mehr als 20 Jahren sind diese „Schätze“ die Passion von Unterwasserarchäologe Florian Huber, der bei seiner Arbeit aber auch immer wieder feststellen muss, wie fragil und bedroht unsere Meere sind.

Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung mit dem Europäischen Hansemuseum.

Wir bitten um Anmeldung bei: Europäisches Hansemuseum, An der Untertrave 1, 23552 Lübeck

Über diesen Link Europäisches Hansemuseum Lübeck - Kalender (ticketfritz.de) erhalten Sie unter Vorträge/Handel, Geld und Politik ein kostenfreies Ticket (= Anmeldung).

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26.01.2023 18:00 Uhr
Badestuben, Bader und Baderinnen in den mittelalterlichen Hansestädten Norddeutschlands
Vortrag
Dr. Hartmut Bettin, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Universitätsmedizin Greifswald
Europäisches Hansemuseum, An der Untertrave 1, 23552 Lübeck, Raum La Rochelle

Öffentliche, aber auch private oder klösterliche Badestuben waren in den norddeutschen Hansestädten des Spätmittelalters eine beliebte und verbreitete Einrichtung. Der Besuch eines „badestovens“ gehörte im späten Mittelalter zu den selbstverständlichen Gepflogenheiten. Er diente nicht nur der Hygiene und der Gesundheit, sondern auch der Kommunikation.

Erste Erwähnungen von Badestuben und Badern finden sich bereits im 13. Jahrhundert. Ihre Anzahl nahm stetig zu, variierte aber je nach Größe der Stadt. Die historische Bauforschung liefert wichtige Hinweise zur Lage, Konstruktion, Beschaffenheit und Einrichtung von Badestuben. Anhand von Baderegeln, Tagebuchaufzeichnungen und Bildquellen lässt sich ansatzweise sogar der Badevorgang beschreiben.

Der Vortrag wird dieses kulturgeschichtliche interessante Phänomen zum Thema haben. Besonders Augenmerk gilt dabei der Hansestadt Stralsund. Auch die Hauptakteure, die Bader und Baderinnen und ihre soziale Stellung, werden anhand von Zunftrollen, -urkunden, Chroniken und Stadtbüchern in den Blick genommen.

Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung mit dem Europäischen Hansemuseum.

Wir bitten um Anmeldung bei: Europäisches Hansemuseum, An der Untertrave 1, 23552 Lübeck

Über diesen Link Europäisches Hansemuseum Lübeck - Kalender (ticketfritz.de) erhalten Sie unter Vorträge/Handel, Geld und Politik ein kostenfreies Ticket (= Anmeldung).

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23.02.2023 18:00 Uhr
Johan Månssons Seebuch der Ostsee von 1644
Vortrag
Dr. Boye Meyer-Friese, Glückstadt
Vortragssaal Mühlendamm 1-3, Parterre

1644 veröffentlichte Johan Månsson in Stockholm „Een Siö-Book … Om Siöfarten i Öster-Siön“. Er erfüllte damit einen Auftrag der schwedischen Admiralität. Der Nutzen des Seebuchs und seine Wertschätzung durch die Ostseefahrer sind an den Übersetzungen und Auflagen ablesbar, die für dieses kleine, aber inhaltsschwere Werk nachweisbar sind. Es wurde aus dem Schwedischen ins Deutsche, Dänische und Russische übersetzt. Dreiundzwanzigmal wurde es neu aufgelegt, zuletzt 1786. Über 140 Jahre lang war das Seebuch die maßgebliche Literatur der Seeleute für die Navigation auf der Ostsee.

Der Referent berichtet über Entstehung und Verbreitung des Seebuchs und untersucht vor dem Hintergrund der maritimen Verhältnisse der Ostsee im 17. und 18. Jahrhundert den navigatorischen Nutzen. Dies macht er aus der Sicht der Seeleute an Bord der Schiffe. Dabei berichtet er über neue Erkenntnisse zur Navigationsgeschichte der Zeit, insbesondere zur Verquickung von Seemannschaft und Religion und ihren Ritualen auf See.

Wir bitten um Anmeldung in der Geschäftsstelle des Vereins.

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