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Programm

23.02.2023 18:00 Uhr
Johan Månssons Seebuch der Ostsee von 1644
Vortrag
Dr. Boye Meyer-Friese, Glückstadt
Vortragssaal des Museums für Natur und Umwelt, Mühlendamm 1-3, 23552 Lübeck, Parterre

1644 veröffentlichte Johan Månsson in Stockholm „Een Siö-Book … Om Siöfarten i Öster-Siön“. Er erfüllte damit einen Auftrag der schwedischen Admiralität. Der Nutzen des Seebuchs und seine Wertschätzung durch die Ostseefahrer sind an den Übersetzungen und Auflagen ablesbar, die für dieses kleine, aber inhaltsschwere Werk nachweisbar sind. Es wurde aus dem Schwedischen ins Deutsche, Dänische und Russische übersetzt. Dreiundzwanzigmal wurde es neu aufgelegt, zuletzt 1786. Über 140 Jahre lang war das Seebuch die maßgebliche Literatur der Seeleute für die Navigation auf der Ostsee.

Der Referent berichtet über Entstehung und Verbreitung des Seebuchs und untersucht vor dem Hintergrund der maritimen Verhältnisse der Ostsee im 17. und 18. Jahrhundert den navigatorischen Nutzen. Dies macht er aus der Sicht der Seeleute an Bord der Schiffe. Dabei berichtet er über neue Erkenntnisse zur Navigationsgeschichte der Zeit, insbesondere zur Verquickung von Seemannschaft und Religion und ihren Ritualen auf See.

Wir bitten um Anmeldung in der Geschäftsstelle des Vereins.

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14.03.2023 19:30 Uhr
Christian Henrich Heineken (1721-1725). Ein "Wunderkind" wird gemacht.
Vortrag
Dr. Michael Hundt, Lübeck
Die Gemeinnützige, Königstraße 5, 23552 Lübeck

Das Lübecker "Wunderkind" Christian Henrich Heineken und sein immens umfangreiches Wissen auf den Gebieten der Geschichte, Geographie, Genealogie und Religion faszinierte in der Vergangenheit und erstaunt bis heute. Wie gelang es Eltern und Lehrern, einem drei- bis vierjährigen Kind solche Kenntnisse zu vermitteln? Und was oder wer machte aus dem kleinen Jungen ein "Wunderkind"? Viele Gerüchte und romanhafte Erzählungen ranken sich um das Kind. Der Vortrag liefert handfeste und gesicherte Antworten zu dem spannenden Thema.

Die Kooperationsveranstaltung mit der Gemeinnützigen.

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30.03.2023 17:15 Uhr
Jahres-Mitgliederversammlung des VLGA (auf gesonderte Einladung)
Mitgliederversammlung
Vortragssaal des Museums für Natur und Umwelt, Mühlendamm 1-3, 23552 Lübeck, Parterre

Tagesordnung:

  1. Begrüßung
  2. Geschäftsbericht für 2022
  3. Finanzbericht für 2022
  4. Entlastung des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2022
  5. Vorstandswahlen
  6. ZLG 102 Jg. 2023
  7. Verschiedenes
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30.03.2023 18:15 Uhr
Archäologie in Lübeck im Jahr 2022. Funde und Ergebnisse
Vortrag
Dr. Dirk Rieger, Abteilungsleiter im Bereich Archäologie und Denkmalpflege der Hansestadt Lübeck
Vortragssaal des Museums für Natur und Umwelt, Mühlendamm 1-3, 23552 Lübeck, Parterre

Die Archäologie im Jahr 2022 brachte spannende Erkenntnisse aus über 10.000 Jahren Lübecker Besiedlungsgeschichte zu Tage, von den ersten Spuren über die Eisenzeitsiedlungen im Bereich des Landgebietes bis hin zu neuen Ausgrabungen im Welterbe der Innenstadt.

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09.05.2023 18:00 Uhr
Gothmund. Fischerdorf und Künstlerort an der Trave
Vortrag
Marlis Zahn und Heiko Jäckstein, Lübeck
Museum Behnhaus Drägerhaus, Königstraße 9, 23552 Lübeck

Vortrag mit Führung durch die Ausstellung im Museum Behnhaus Drägerhaus

Das idyllisch gelegene Fischerdorf Gothmund zog seit Mitte der 1880er Jahre vermehrt Künstlerinnen und Künstler an, die hier die Motive ihrer Malerei fanden. Aber sie fanden sie nicht nur hier, sondern auch im benachbarten Israelsdorf und in der umgebenden, sich stetig wandelnden Travelandschaft. Über die Jahrzehnte entstanden so mehrere Hundert Arbeiten einer großen Anzahl von Künstlern und Künstlerinnen sowie den heimischen Künstlerinnen und Künstlern, insbesondere derer aus der Malklasse Willibald Lütgendorffs, bis hin zum gegenwärtigen "Gothmund-Maler" Heiko Jäckstein.

Anhand von Gemälden, Zeichnungen, Fotografien und Skizzenbüchern, die auch von dokumentarischem Wert sind, werden im Vortrag künstlerische Einblicke in das Fischerdorf Gothmund und den Künstlerwohnort Israelsdorf gegeben. 

Einführung und Begrüßung: Dr. Alexander Bastek, Dr. Jan Lokers

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01.06.2023 18:00 Uhr
Der Dom zu Lübeck: Das geistliche und politische Machtzentrum im Wandel
Vortrag
Prof. Dr. Arnd Reitemeier, Direktor des Instituts für Historische Landesforschung an der Georg-August-Universität Göttingen
Audienzsaal im Rathaus zu Lübeck, Breite Straße 62, 23552 Lübeck

Jahrhundertelang war der Dom das Zentrum der kirchlichen Macht in der Stadt. Der Bischof und die Domherren besaßen alle wichtigen kirchlichen Rechte der Stadt. Die vielen Stiftungen sind zugleich Beleg dafür, wie intensiv die Wohlhabenden der Stadt Anschluss an die Stiftsgemeinschaft suchten.

Doch zum Ende des Mittelalters kam es zu einem fundamentalen Wandel. Im Zuge der Reformation nahm die Kritik an der Lebensführung der im Domkapitel versammelten Geistlichen zu, ein Abbau ihrer vielfältigen Privilegien wurde gefordert. Die Domgeistlichen verloren in diesen Jahren ihre große Macht, der Dom wurde den übrigen Pfarrgemeinden der Satdt gleichgestellt. Im Dom aber blieben viele Stiftungen bestehen und konservierten eine Pracht, die ihresgleichen sucht.

Der Vortrag legt den Schwerpunkt auf den geistigen und politischen Umbruch der Reformationszeit, der in vieler Weise den Lübecker Dom bis heute prägt.

Eine Veranstaltung des VLGA in Zusammenarbeit mit der Ev.-luth. Dom-Kirchengemeinde Lübeck und dem Archiv der Hansestadt. Im Anschluss für angemeldete Gäste ein kleiner Umtrunk.

Wegen der begrenzten Platzzahl im Audienzsaal ist eine Anmeldung bei der Geschäftsstelle des VLGA unbedingt nötig!

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15.06.2023 18:00 Uhr
Lübeck-Motive auf deutschen Briefmarken
Vortrag
Prof. Dr. Gerhard Ahrens, Lübeck
Vortragssaal des Museums für Natur und Umwelt, Mühlendamm 1-3, 23552 Lübeck, Parterre

Nach vielen Jahrhunderten verzichtete die Freie und Hansestadt Lübeck 1867 zugunsten des Norddeutschen Bundes auf die eigene Posthoheit. Gut 60 Jahre später erschien erstmals ein lübeckisches Bildmotiv auf einer deutschen Sondermarke. Das wiederholte sich öfters: Doppeladler, Holstentor oder Marienkirche, aber auch in Lübeck Geborene wie Thomas Mann, Willy Brandt oder Gustav Radbruch wurden abgebildet.

Die Gründung des Weltpostvereins vor nun fast 150 Jahren gibt willkommenen Anlass für diesen kurzweiligen philatelistischen Rückblick.

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