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Programm

27.04.2017 18:00 Uhr
Luther im illustrierten Flugblatt der Frühen Neuzeit
Vortrag
Prof. Dr. Michael Schilling
Vortragsraum des Museums für Natur und Umwelt (Eingang: Mühlendamm 1-3)

Der Vortrag stellt die verschiedenen Bild- und Texttypen vor, mit denen die Bildpublizistik des 16. und 17. Jahrhunderts den Reformator für ein breiteres Publikum präsentierte. Dabei stehen der großen Zahl protestantischer Flugblätter auch einige katholischer Provenienz gegenüber.

Der Referent unterrichtete 17 Jahre ältere und neuere deutsche Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, wo er sich mit einer Arbeit über Bildpublizistik der Frühen Neuzeit habilitierte. Von 1996 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2014 lehrte er als Professor für ältere deutsche Literatur an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

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04.05.2017 18:00 Uhr
"Wir richten weiter in anderem Gewand!" - Justiz in Lübeck nach 1945
Vortrag
Manfred Bannow, Historiker
Lesesaal des Archivs der Hansestadt Lübeck, Mühlendamm 1-3, 23552 Lübeck, 4. Stock

Die NS-Militärjustiz verurteilte Tausende von Menschen wegen Wehrkraftzersetzung zum Tode oder zu Zuchthausstrafen. Nach 1945 begannen NS-Militärrichter, u. a. Gerhard Gaul, Alfons Bernzen, Ulrich Schattenberg, Eugen Franz, Kurt Giese, Walter Krüger oder Johannes Filter, ihre erneute berufliche und gesellschaftliche Karriere als Juristen in Lübeck. Die Urteile, die sie als Vorsitzende eines Feldkriegsgerichtes gefällt hatten, standen dem nicht im Wege.

Der Vortrag findet statt in Kooperation mit der Initiative Stolpersteine für Lübeck im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Zerstörte Vielfalt".

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18.05.2017 17:00 Uhr
Führung durch das Seebadmuseum Travemünde
Seebadmuseum Travemünde Torstraße 1 23570 Travemünde

Der Heimatverein Travemünde hat im Juni 2007 das Seebadmuseum im Gesellschaftshaus gegenüber der St. Lorenz Kirche eingerichtet. Hier können sich Geschichtsinteressierte, Schulklassen, Gruppen, Vereine und natürlich alle Travemünder Bürger über die Geschichte Travemündes als Seebad von 1802 bis heute informieren. In der 160 Quadratmeter großen multimedial konzipierten Ausstellung gibt es neben Filmen und Hörstationen viele Exponate zu den Themen Bademode, Fischerei, Schifffahrt, Fliegerei sowie zum Leben im Kurort zu sehen.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 25 Personen. Wir bitten um frühzeitige Anmeldung bei der Geschäftsstelle des Vereins unter info@vlga.de oder telefonisch unter 0451 122 4152.

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08.06.2017 18:00 Uhr
Fehlings Russlandreise und Senator Neumann in Riga
Vortrag
Maria Theresa Herbrand, Historikerin (Göttingen)
Lesesaal des Archivs der Hansestadt Lübeck, Mühlendamm 1-3, 23552 Lübeck (4. Stock)

Der Vortrag nimmt sich zum Ziel einen Aspekt lübeckischer Geschichte während des Ersten Weltkriegs zu beleuchten. Konkret geht es um die Berufung eines Verwaltungsreferenten des Zivilgouverneurs in die zivile Verwaltung in dem von deutschen Truppen eroberten Gebiet um Riga 1917. Die Hansestadt Lübeck hatte großes Interesse daran ihre außenpolitischen Ansprüche im Baltikum zu wahren und geltend zu machen und trat dabei in Konkurrenz mit der Hansestadt Bremen. Die Aushandlung und vor allem die Entscheidungsfindung dieses Prozesses fanden ihren Höhepunkt während der Reise des lübeckischen Bürgermeister Emil Ferdinand Fehling an die Ostfront und ins Baltikum im Herbst 1917. Die Berufung und Tätigkeit des dann ernannten Lübecker Senators Johannes Neumann in der Zivilverwaltung steht neben der Reise von Fehling im Zentrum des Vortrages, der auf einer an der Universität Göttingen angenommenen Masterarbeit basiert.

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29.06.2017 18:00 Uhr
Der Bau des Alster-Beste-Trave-Kanals aus dem Blick der Rechnungen
Vortrag
Dr. Niels Petersen
Vortragsraum des Museums für Natur und Umwelt (Eingang: Mühlendamm 1-3)

Der Plan, eine schiffbare Verbindung von der Alster in die Trave von Fuhlsbüttel bis nach Oldesloe zu ermöglichen, scheiterte in einem ersten Anlauf in der Mitte des 15. Jahrhunderts. 1524 war die politische Situation jedoch so günstig, dass Hamburg und Lübeck erneut mit Bauarbeiten zur Austiefung der Flüsse und zur Anlage eines acht Kilometer langen Grabens über die Wasserscheide bei Sülfeld begannen, so dass 1530 der Kanal eröffnet werden konnte. Diese für ihre Zeit enorme logistische Herausforderung fand ihren Niederschlag in umfangreichen und detaillierten Abrechnungen, die den Baufortschritt wöchentlich dokumentierten. Aus ihnen lässt sich der Alltag einer Großbaustelle auf dem Land auf lebhafte und außergewöhnlich konkrete Weise rekonstruieren.

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