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Programm

08.06.2017 18:00 Uhr
"Die Entscheidung fällt für Lübeck und Sentator Dr. Neumann". Berufung und Tätigkeit des Lübecker Senators Neumann in die Zivilverwaltung nach Riga 1917 bis 1918
Vortrag
Maria Theresa Herbrand M.A., Historikerin (Göttingen)
Lesesaal des Archivs der Hansestadt Lübeck, Mühlendamm 1-3, 23552 Lübeck (4. Stock)

Der Vortrag nimmt sich zum Ziel einen Aspekt lübeckischer Geschichte während des Ersten Weltkriegs zu beleuchten. Konkret geht es um die Berufung eines Verwaltungsreferenten des Zivilgouverneurs in die zivile Verwaltung in dem von deutschen Truppen eroberten Gebiet um Riga 1917. Die Hansestadt Lübeck hatte großes Interesse daran ihre außenpolitischen Ansprüche im Baltikum zu wahren und geltend zu machen und trat dabei in Konkurrenz mit der Hansestadt Bremen. Die Aushandlung und vor allem die Entscheidungsfindung dieses Prozesses fanden ihren Höhepunkt während der Reise des lübeckischen Bürgermeister Emil Ferdinand Fehling an die Ostfront und ins Baltikum im Herbst 1917. Die Berufung und Tätigkeit des dann ernannten Lübecker Senators Johannes Neumann in der Zivilverwaltung steht neben der Reise von Fehling im Zentrum des Vortrages, der auf einer an der Universität Göttingen angenommenen Masterarbeit basiert.

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29.06.2017 18:00 Uhr
Der Bau des Alster-Beste-Trave-Kanals aus dem Blick der Rechnungen
Vortrag
Dr. Niels Petersen
Vortragsraum des Museums für Natur und Umwelt, Eingang: Mühlendamm 1-3, 23552 Lübeck

Der Plan, eine schiffbare Verbindung von der Alster in die Trave von Fuhlsbüttel bis nach Oldesloe zu ermöglichen, scheiterte in einem ersten Anlauf in der Mitte des 15. Jahrhunderts. 1524 war die politische Situation jedoch so günstig, dass Hamburg und Lübeck erneut mit Bauarbeiten zur Austiefung der Flüsse und zur Anlage eines acht Kilometer langen Grabens über die Wasserscheide bei Sülfeld begannen, so dass 1530 der Kanal eröffnet werden konnte. Diese für ihre Zeit enorme logistische Herausforderung fand ihren Niederschlag in umfangreichen und detaillierten Abrechnungen, die den Baufortschritt wöchentlich dokumentierten. Aus ihnen lässt sich der Alltag einer Großbaustelle auf dem Land auf lebhafte und außergewöhnlich konkrete Weise rekonstruieren.

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14.09.2017 19:00 Uhr
Luthers Lübeck - Einführung und Folgen der Reformation in der Hansestadt
Vortrag
Prof. Dr. Arnd Reitemeier (Göttingen)
St. Aegidien-Kirche, Aegidienstr. 75, 23552 Lübeck

Arnd Reitemeier, Inhaber der Professur für niedersächsische Landesgeschichte an der Universität Göttingen, zugleich Leiter des Instituts für Historische Landesforschung dort, ist ein großer Kenner der Reformations- und Kirchengeschichte in Norddeutschland. Er wirft einen spannenden Blick auf die Voraussetzungen, Hintergründe und Abläufe der Reformation in Lübeck und stellt diese in den Zusammenhang mit den Vorgängen in anderen Orten und Regionen.

Dieser Vortrag ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem Ev.-Luth. Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg und der St. Aegidien-Kirche zu Lübeck.

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12.10.2017 18:00 Uhr
Konsumverein und Konsumgenossenschaft Lübeck 1904-1972. Vom Lebensmittelversorger der Arbeiterbewegung zur regionalen Einzelhandelskette
Vortrag
Dr. Hartmut Bickelmann (Lübeck)
Lesesaal des Archivs der Hansestadt Lübeck, Mühlendamm 1-3, 23552 Lübeck (4. Stock)

Konsumgenossenschaften bildeten neben Partei und Gewerkschaft ein drittes Standbein der Arbeiterbewegung. Der Konsumverein Lübeck entwickelte sich nach schwierigem Start bis Ende der 1920er Jahre zu einer weit ins Umland ausgreifenden Großorganisation zur Versorgung ihrer Mitglieder mit Waren des täglichen Bedarfs. In der Weltwirtschaftskrise angeschlagen, durch nationalsozialistische Aktionen weiter destabilisiert und 1935 aufgelöst, nahm er seit seiner Wiederbegründung 1947 einen erneuten Aufschwung, bis er 1972 in der Coop Schleswig-Holstein aufging. Im Mittelpunkt des Vortrages stehen das spezifische geschäftliche und gesellschaftliche Profil sowie die wechselvolle organisatorische Entwicklung der Genossenschaft. Im Besonderen werden auch ihr Verhältnis zur Lübecker Genossenschaftsbäckerei und das 1929 eröffnete Kaufhaus am Klingenberg angesprochen.

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02.11.2017 18:00 Uhr
Die vergessene Schlacht von Mölln 1225: Weichenstellung für Lübecks Reichsfreiheit und die politische Neuordnung Nordelbingens
Vortrag
Prof. Dr. Oliver Auge (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)
Vortragsraum des Museums für Natur und Umwelt, Eingang: Mühlendamm 1-3, 23552 Lübeck

Die im Januar 1225 ausgefochtene Schlacht von Mölln steht ganz im Schatten ihrer "großen Schwester", der Schlacht von Bornhöved vom Juli 1227. Tatsächlich waren aber gerade die dramatischen Ereignisse bei Mölln, wo der Herr Nordalbingiens von dänischen Gnaden namens Albrecht von Orlamünde geschlagen und gefangen genommen wurde, entscheidend für das weitere politische Schicksal sowohl Lübecks als auch des gesamten Raumes zwischen Elbe und Eider und entlang der südlichen Ostseeküste bis Pommern. Der mit einer Powerpointpräsentation illustrierte Vortrag wird die Bedeutung der Schlacht aus dem Kontext der damaligen politischen und militärischen Geschehnisse herausschälen und eine historische Neubestimmung derselben vornehmen.

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