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Der Verein für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde:

200 Jahre im Dienst Lübecker Geschichte und Geschichtsforschung  

Der Verein für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde (VLGA) feiert 2021 seinen 200. Geburtstag. Gegründet wurde er am 4. Dezember 1821 von engagierten Lübeckern in der „Gemeinnützigen“. Dieses Jubiläum soll gebührend gefeiert werden, denn heute gehört der VLGA zu den größten und ältesten Geschichtsvereinen in Deutschland.

Alle Veranstaltungen im Jubiläumsjahr stehen unter dem Motto „VLGA 200“. Eine besondere Vortragsreihe wird Einblicke in die Stadtgeschichte geben, von archäologischen „Highlights“ ebenso erzählen wie von Thomas Mann, Marzipan oder Duellen. Und natürlich soll gefeiert werden: Mit einem bunten Sommerfest im August 2021 und einem besonderen Festakt am 4. Dezember 2021 in der „Gesellschaft für Gemeinnützige Tätigkeit“, deren Tochter ja der Verein ist.

Der VLGA versteht sich als das zentrale historische „Organ“ für die Stadtgeschichte in all ihren Facetten: Archäologie, Geschichte, Kunstgeschichte, Architekturgeschichte und Denkmalpflege in erster Linie. Sein Wirken in die Stadtgesellschaft beruht dabei auf zwei Hauptsäulen: Auf einem breitgefächerten Vortragsangebot (inklusive gelegentlicher Stadtspaziergänge und Exkursionen) und seinem jährlichen Periodikum, der „Zeitschrift für Lübeckische Geschichte“ (ZLG).

Die seit 1855 erscheinende Zeitschrift ist das Flaggschiff des Vereins. Die Vereinsmitglieder können dort allgemeinverständlich und auf neuestem Stand Interessantes über Lübecks Geschichte von den Anfängen bis in die jüngste Zeit lesen. Ende 2021 wird ein besonders aufgemachter, sehr umfangreicher Jubiläumsband der ZLG erscheinen, das ist dann der 100. Band.

361 Mitglieder hat der VLGA zur Zeit, von denen viele ihren Wohnsitz außerhalb der Hansestadt (Deutschland, Europa) haben. Aber natürlich sind es vor allem Lübecker Bürger, die sich aus Interesse für die Geschichte ihrer Stadt dem Verein angeschlossen haben. Die Mitgliederentwicklung ist sehr erfreulich, eine Entwicklung, die hoffnungsfroh stimmt, zumal da viele Vereine das Nachlassen ihrer Mitgliederzahlen feststellen müssen.

An die Stelle des ursprünglichen Vereinszwecks von 1821, das „Sammeln und Erhalten“ von Quellen und Denkmälern (ein Reflex auf die damals akute Gefährdung der Zeugnisse lübeckischer Geschichte anfangs des 19. Jahrhunderts), ist längst im Schwerpunkt die Tätigkeit als historischer „Vermittlungsdienstleister“ geworden. Es geht um lokale Identitätsstiftung und verständliche Darbietung der lokalen Geschichte.

Seit 2004 ist der VLGA im Internet präsent. Eine wesentliche Neuerung zum Nutzen der Öffentlichkeit und der Wissenschaft ist die Digitalisierung der Zeitschrift. Seit 2017 sind alle Bände der Mitteilungen des Vereins und alle älteren Ausgaben der Zeitschrift für Lübeckische Geschichte online einsehbar und im Volltext durchsuchbar. Das war möglich dank maßgeblicher Förderung durch die Possehl-Stiftung. Die Öffentlichkeit hat seither einen direkten und einfachen Zugang zu Lübecks Geschichtsforschung seit 1855.  Ein Schatzkästlein des Wissens!  

Alle aktuellen Ankündigungen des Vereinsprogramms im Jubiläumsjahr 2021 finden Sie hier.

Kontakt: Geschäftsstelle des VLGA im Archiv der Hansestadt Lübeck